Wohnen im dritten Lebensabschnitt


„Heute wird auch mit 70 noch mal neu gebaut“

„Die Bereitschaft der Bürger steigt eindeutig, sich mit dem Ruhestand auch noch einmal wohnlich zu verändern“, berichtet Immobilienspezialist Harald Meyer. Auf entsprechend große Resonanz stieß vergangenen Donnerstag eine Vortragsveranstaltung der münsterländischen LBS-Gebietsleiter zum Wohnen im dritten Lebensabschnitt. Rund 150 Immobilienbesitzer hatten sich in der Himmelreichallee eingefunden, um sich über ihre Möglichkeiten zu informieren.


Wohnimmobilien im gesamten Münsterland sind gefragt wie nie, nicht zuletzt weil durch die solide mittelständische Wirtschaft ständig Fachkräfte mit ihren Familien zuziehen. In der Folge steigen seit vielen Jahren die Preise – warum also nicht noch warten mit einem möglichen Verkauf, lautete eine der Fragen. Weil die persönliche Situation entscheidender ist als ein potenziell höherer Erlös, lautete Meyers Rat, der inzwischen jährlich 40 bis 50 dieser Vorträge hält: „Die heutigen ‚Senioren‘ wollen selbst bestimmen, wie und wo sie den Lebensabend verbringen. Das heißt aber auch, dass sie sich rechtzeitig auf den Weg machen müssen.“

Wer einen Wohnungswechsel erwägt, trifft keineswegs auf ein üppiges Angebot. Innenstadtnahe barrierearme Wohnungen kommen nicht nur in Münster so selten auf den Markt wie die sprichwörtliche Ringeltaube. „Die Leute wollen meist aber am angestammten Ort bleiben, weil nicht mal so eben einen neuen Bekanntenkreis aufbaut“, berichtet Meyer. So sei es nicht mehr ungewöhnlich, dass heute mit 70 Jahren noch einmal neu gebaut würde, um barrierearmes Wohnen nach den eigenen Vorstellungen zu verwirklichen. Und auch das müsse frühzeitig geplant werden, weil die Baufirmen teilweise auf zwei bis drei Jahre ausgebucht sind.


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