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Gestalten Sie Ihr Zuhause komfortabel

Der Begriff „Komfort“ muss nicht gleich Luxus und goldene Wasserhähne bedeuten. Bei der Gestaltung einer Immobilie, die den Lebenszyklus begleitet, sollte man sich vielmehr auf die andere „Komfort“-Bedeutung konzentrieren: Annehmlichkeit und Bequemlichkeit. Produkte, die Komfort in diesem Sinne ermöglichen, bieten höchste Funktionalität bei einfachster Anwendung. Funktionale „Mehrwert“-Details sollten deshalb bei Anschaffungen ebenso in die Entscheidung einbezogen werden wie die Wertigkeit der Materialien und gesundheitliche Aspekte, Verarbeitungsqualität und sicheres Handling. Verbunden damit ist einerseits Langlebigkeit – das Produkt soll nach Jahren des Gebrauchs genauso gute Dienste leisten wie zum Zeitpunkt der Anschaffung –, andererseits eine lange Anwendungsdauer – das Produkt sollte sich veränderten Lebenssituationen anpassen können.

Möglichst autark bleiben
Diese Idealvorstellung ist in vielen Produkt- und Funktionsbereichen sofort umsetzbar, bei der Sanitär-, der Küchenmöbel- und Hausgeräteausstattung, in Schlafräumen. Elektromotorisch verstellbare Betten beispielsweise lassen sich zum wöchentlichen Beziehen auf Knopfdruck rückenschonend in die Höhe fahren. Geradezu unverzichtbar für die Gesundheit der eigenen Wirbelsäule ist diese Funktion, wenn ein Familienmitglied krank ist und gepflegt werden muss. Auch wer im Bett liegt, kann autark bleiben: Per Fernbedienung kann eine Sitz- oder Liegeposition gewählt werden, können Jalousien und Beleuchtung, TV-Gerät und Radio bedient werden. Über Haustelefon lassen sich Wünsche an Anwesende äußern, über eine Verbindung nach draußen kann mit einem einzigen Fingerdruck externe Hilfe herbeigerufen werden.

Prioritäten ausloten
In anderen Fällen muss man abwägen, wo die Priorität liegen soll. Beispielsweise bei Küchenarmaturen: Komfort entsteht durch die Eigenschaften pflegeleichte Oberfläche, hoher Auslauf, integrierte Schlauchbrause, „griffiger“, möglichst langer Bedienhebel – die Designauswahl reduziert sich dadurch allerdings. Das gilt auch für Küchenarmaturen mit Infrarotsteuerung, die über einen Sensor berührungslos den Wasserzulauf in Gang setzen. Bei stark herabgesetzter Beweglichkeit sind sie ideal. Falls die Sensibilität für Temperaturempfindungen eingeschränkt ist, kann LED-Technik diese Information visuell liefern: Ein roter Wasserstrahl steht für heiß, ein blauer für kalt.

Dinge im richtigen Licht betrachten
Bei der lichttechnischen Ausstattung lässt sich mehr und mehr aus dem Vollen schöpfen. Ein mögliches Szenarium: Gebügelte Wäsche soll am Abend im Schrank verstaut werden. Auf dem Weg dorthin wird der Wäschekorb in der Regel so oft abgestellt, wie Türen samt Lichtschalter betätigt werden. Die Alternative: Die Türen schwingen automatisch auf, das Deckenlicht schaltet ohne Zutun ein, und beim Öffnen der Schranktüren werden über einen elektronischen Bewegungsmelder, der ebenfalls auf Personen reagiert, die Innenräume beleuchtet – wunderbares Orientierungslicht, wie es auch in Kühlgeräten oder in Besteckschubladen besseren Überblick verschafft. Eingeräumt wird die Wäsche in frischer Luft, dafür hat eine Fensterlüftungsautomatik bereits gesorgt. Später nachschauen, ob auch wirklich alle Lichter wieder gelöscht sind? Die Schrankinnenbeleuchtung erlischt, wenn die Türen geschlossen werden, das Raumlicht, wenn man den Raum verlässt – und die Zimmertür schließt selbsttätig. Ein wenig mag das vielleicht nach Science-Fiction klingen. Diese Zukunft hat jedoch längst begonnen. Jeder Haushalt ist „ein kleines Familienunternehmen“, und je rationeller die Arbeiten ablaufen, desto mehr Freizeit steht Kindern, Partnern und der eigenen Person zur Verfügung. Zu anderen Zeitpunkten können Wege und häufiges Bücken beschwerlich werden und eine veränderte Sehfähigkeit die Orientierung erschweren. Wenn die Alltagstätigkeiten dann hinderungsfrei erledigt werden können, erhöht das die Lebensqualität und Lebensfreude ungemein.